Gebäudeschadstoffe

 

„... Kran auf Kran entlädt die grossen, säckegefüllten Kähne und schleppt das Material zu den Verarbeitungsplätzen. Hier, in unermüdlich tätigen Koller-Gängen wird der Asbest zu wolligen Fasern aufgelockert, die – wie Eisen beim Eisenbeton – die Armierung des Zements bewirken. ....“

 

Asbest, welcher noch in einem Werbeprospekt eines Asbestzementherstellers aus dem Jahr 1931 als Wunderstoff angepriesen wurde und in der Schweiz erst seit Januar 1995 komplett verboten ist, beschäftigt die Baubranche bei Um- bzw. Rückbauprojekten immer noch. Besteht ein Verdacht, dass Arbeitnehmer bei einem Bauprojekt mit asbesthaltigen Materialien in Kontakt kommen können, gilt seit dem Jahr 2009 eine Ermittlungspflicht für den Arbeitgeber. Ab dem 1. Januar 2016 und dem Inkrafttreten der neuen Abfallverordnung (VVEA) ist jedoch auch der Bauherr verpflichtet, schadstoffhaltige Bauabfälle gegenüber der Behörde zu deklarieren. Aufgrund seiner Eigenschaften (hitzebeständig, hohe elektrische und thermische Isolierfähigkeit, hohe Elastizität und Zugfestigkeit) wurde Asbest vor allem in der Nachkriegszeit in vielen Baumaterialien verwendet und ist noch heute in der Bausubstanz vorhanden. Bekannte Anwendungen sind zum Beispiel Faserzementprodukte, Brandschutzverkleidungen, Fensterkitte, Fliesenkleber, Bodenbeläge und deren Kleber, Dichtbänder, Rohrummantelungen und Spritzasbest.

 

Als Gebäudeschadstoffe werden auch weitere Schadstoffgruppen wie PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und PCB (polychlorierte Biphenyle) bezeichnet.

 

PAK kommen natürlicherweise in Kohle- und Erdölprodukten vor. Insbesondere Produkte, welche mit Steinkohleteer hergestellt beziehungsweise behandelt wurden, enthalten hohe Anteile an PAK. Sie entstehen auch durch unvollständige Verbrennungsprozesse wie zum Beispiel, wenn beim Grillieren Fett in die Glut tropft. Korkdämmungen, Dachpappen oder teerimprägnierte Holzprodukte sind in Gebäuden häufig anzutreffende Anwendungen.

 

Die Verwendung von PCB ist in der Schweiz seit 1986 verboten. PCB wurde ebenfalls wegen seinen Eigenschaften (schwer entflammbar, elektrisch nichtleitend) in diversen Produkten eingesetzt. Zu den bekannten Anwendungen zählen unter anderem Anstriche, elastische Fugendichtungen und PCB-haltiges Isolieröl in Kondensatoren.

 

Die pegeol ag kann Sie in folgenden Fällen unterstützen:

 

  • Durchführung von Bauschadstoffuntersuchungen vor einem Um- bzw. Rückbau

  • Erstellung von Entsorgungskonzepten gemäss VVEA (Abfallverordnung)

  • Beurteilung der Dringlichkeit einer Schadstoffsanierung

  • Fachplanung und Submission von Sanierungsarbeiten

  • Fachbauleitung bei Sanierungsarbeiten

  • Luftmessungen nach VDI

Ihre Ansprechperson: Pascal Koch

Gebäudeschadstoffe, Asbest, PAK, PCB